Irgendwann kommt für jeden Menschen der Zeitpunkt in seinem Leben, diese Welt und seinen biologischen Körper zu verlassen. Der eine verlässt schon sehr früh seinen biologischen Körper und wechselt in eine andere Ebene auch Jenseits genannt über, ein anderer erreicht ein hohes Lebensalter.
Schon einige Zeit, bevor der irdische Tod eines Menschen eintritt, stehen ihm auf einer höheren lichtvolleren Ebene geistige Wesen hilfreich zur Seite, um ihn auf diesen Prozess vorzubereiten und um ihn hilfreich zu unterstutzen. Auch verstorbene Familienmitglieder und Freunde sind da, um den Übergang durch ihre Anwesenheit zu erleichtern. Kein Mensch ist also im Sterbeprozess wirklich ganz allein. Immer wieder berichten schwer kranke Menschen, dass sie einen Verstorbenen im Traum oder auch am Bett stehen sehen haben.
In den letzten Tagen vor dem Tod verändert sich die Schwingung des Menschen, was bewirkt, dass alles, was er in seinem Leben verdrängt hat, nun in sein Bewusstsein kommt. Jetzt hat er die Möglichkeit, verdrängte Emotionen fließen zu lassen und Gespräche zu führen, die lange schon fällig waren. Viele Tränen fließen in dieser Zeit und viele Gefühle kommen hoch.
Nicht alle Menschen lassen sich auf diesen Prozess ein. Sie verdrängen auch jetzt noch alles was ins Bewusstsein kommt sofort wieder und kämpfen dagegen an. Sie durchleiden Qualen. Man kann diese Menschen nur dazu ermutigen, ihren Ängsten, Tränen und ihrer Wut Raum zu geben. Je mehr ein Mensch diesen Prozess zulässt, je mehr Frieden kehrt in ihn ein. Er kann dann, wenn der Sterbeprozess beginnt, leichter loslassen und ins Jenseits hinüber gehen. Der Sterbevorgang ist also um ein Vielfaches leichter.
Tage bevor der Mensch seinen biologischen Körper vollständig verlässt, kann es vermehrt zu außerkörperlichen Zuständen kommen. Dies geschieht vor allem bei Menschen, die unter sehr starken Schmerzen zu leiden haben. Sie ziehen sich immer mehr aus ihrem materiellen Körper zurück, weil sie es sonst nicht aushalten würden. Man sieht einen leidenden Körper im Bett liegen, doch der Mensch bekommt dies nicht mehr voll bewusst mit.
In der letzten Fase, bei der, der sterbende Mensch den Körper ganz verlässt, sieht er blitzartig noch einmal Stationen seines Lebens vor dem geistigen Auge vorbei ziehen. Weiter erscheint vielen Verstorbenen dann ein Tunnel, an deren Ende ein helles Licht ist, in den er nun eintritt. Er empfindet ein Gefühl von Geschwindigkeit als wenn er sich rasend schnell fortbewegt. Dieses Gefühl entsteht durch die Schwingungsanhebung, denn er geht nun in einen feinstofflicheren Bereich über, der viel höher schwingt, als das was er bisher erfahren hat. Weiter empfindet er ein Gefühl von Liebe, Leichtigkeit und Weite. Im Tunnel sieht er nun seine Lieben, die bereits im Jenseits sind und Lichtwesen, die ihn in die, für ihn richtige Ebene, seiner Entwicklung entsprechend führen. Viele Menschen, die eine Nahtoterfahrung hatten, berichten von diesen Gefühlen und von dem Tunnel. Die Wahrnehmung des Verstorbenen erweitert sich um ein Vielfaches.
Im Jenseits hat der Verstorbene nun alle Hilfe, um sein zurückliegendes Leben mit all seinen Erfahrungen und all seinen Handlungen noch einmal ganz bewusst zu beleuchten. Hier sieht er noch einmal, was er aus den Erfahrungen, die er gemacht hat, lernen konnte. Weiter sieht er, welche Wirkungen sein Verhalten auf andere Mensche hatte. Dies soll helfen, Erfahrungen zu verarbeiten.
Jenseitskontakte
Ein Medium hat die Gabe, mit der geistigen Welt zu komunizieren. Einige Medien haben diese Gabe schon mit in dieses Leben gebracht. Bei vielen Medien kam es durch traumatische Erfahrungen oder Nahtoderlebnisse zu einer Öffnung.
Viele Menschen nutzen heute die Möglichkeit, Kontakt zu ihren Verstorbenen über ein Medium zu bekommen. In vielen Ländern und Kulturen ist die Arbeit eines Mediums etwas ganz Natürliches. Diese Arbeit zeigt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und ist sehr hilfreich bei der Trauerarbeit. Viele Menschen können nach einem Besuch bei einem Medium besser mit dem Tod des Partners, des Vaters, der Mutter usw. umgehen. Sie haben durch das Medium Beweise, dass es ihre Lieben noch gibt und dass es ihnen gut geht. Dies ist wirklich eine große Hilfe für beide Seiten.
Wenn Verstorbene nicht ins Jenseits gehen
Nicht immer gehen Verstorbene nach dem Austritt aus ihrem Körper sofort ins Jenseits. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Es kommt vor, dass ein Verstorbener gar nicht mitbekommen hat, dass er den irdischen Körper bereits ganz verlassen hat. Dies kann geschehen, wenn der Tod ganz plötzlich eintritt, zum Beispiel bei einem Unfall. Auch Menschen, die schon einige Zeit im Koma lagen, bekommen manchmal ihren irdischen Tod nicht mit. Sie waren zur Zeit ihres Todes mit ihrem Bewusstsein auf der Traumebene, in der wir uns jede Nacht einige male befinden. Sie glauben nach ihrer Rückkehr am Anfang noch, dass sie leben und halten sich im Umfeld ihrer Lieben auf. Irgendwann merken sie, dass etwas nicht stimmt und versuchen, sich bei ihren Lieben bemerkbar zu machen. Diese spüren vielleicht die Anwesenheit des Verstorbenen. Einige Verstorbene versuchen sich bemerkbar zu machen, indem sie versuchen, auf materielle Gegenstände einzuwirken. Ihre Lieben hören Klopfgeräusche oder die Lampen flackern immer mal wieder, um nur einige Beispiele zu nennen. Einige versuchen ihre Lieben sogar in deren Träumen zu erreichen, um zu zeigen, dass sie noch da sind. Es kommt auch vor, dass Verstorbene ihre Lieben durch Gedankenkraft so weit zu beeinflussen, dass diese ein Medium aufsuchen, um Hilfe zu bekommen.
Dazu ein Beispiel: Eines Tages rief mich eine junge Frau an und erzählte mir, dass ihr Bruder vor Monaten gestorben sei. Er habe vorher Wochenlang in einem künstlichen Koma gelegen. Seitdem hätte sie das Gefühl, dass er sich in ihrer Wohnung aufhalte. Immer mal wieder würde das Licht am Abend flackern und sie würde seine Anwesenheit spüren. Ich sprach mit ihr einen Termin ab. Eine Stunde bevor sie kam, sah ich vor meinem inneren Auge einen jungen Mann. Es war der Bruder der Frau, mit der ich verabredet war. Ich nahm mit ihm Kontakt auf. Er teilte mir mit. dass er seinen Tod gar nicht mitgekommen habe und schon einige Zeit versuche, mit seiner Schwester Kontakt aufzunehmen. Weiter erzählte er mir unter anderem, dass er im Leben schlecht Nähe zulassen konnte. Dann kam seine Schwester. Ich sagte ihr, dass ihr Bruder bereits zu mir Kontakt hergestellt habe und nun anwesend ist. Weiter erzählte ich ihr, was er mir schon alles übermittelt hatte. Ich beschrieb ihn, so gut ich konnte. Sie bestätigte mir alles. Er hatte noch einige Botschaften für sie, die ich weiter gab. Dann war es an der Zeit, dass ich ihn ins Licht, also in die, für seine Entwicklung richtige Ebene führte. Einige Tage später rief mich die Frau an, und teilte mir mit, dass es in ihrer Wohnung nun ruhig war. Es ging ihr viel besser.
Dann gibt es auch immer wieder Verstorbene, die nach ihrem irdischen Tod nicht in die für sie nächste Ebene hinüber gehen, weil sie Angst vor einem strafenden Gott haben. Sie sind so sehr von ihrer Religion geprägt, dass die Ängste größer sind als das befreiende Gefühl, ohne den kranken, schmerzenden Körper zu sein. Nachdem sie ihren biologischen Körper ganz verlassen haben und ihr Leben noch einmal mit ihrem geistigen Auge sehen, erkennen sie, was sie hätten anders machen können. Dies soll dazu dienen, dass sie daraus lernen. Doch viele Verstorbene verurteilen sich dann für ihre Taten und bekommen Schuldgefühle. Dies ist auch ein Grund für sie, nicht in die jenseitige Welt zu gehen. Sie versuchen Kontakt zu ihren Lieben aufzunehmen, um sich zu entschuldigen und das ihnen selbst vergeben wird.
Voller Angst halten sie sich in einer Zwischenebene auf. Sie sind nicht mehr durch einen materiellen Körper hier auf der Erde, noch sind sie in eine lichtvollere Ebene aufgestiegen. Sie leiden sehr. Wenn uns nach dem irdischen Tod überhaupt jemand verurteilt und richtet, dann sind es nur wir selber.
Zwei Beispiele dazu:
Vor einigen Jahren fuhr ich mit einigen Freundinnen für eine Woche nach Holland. Wir hatten uns ein Haus angemietet. Am zweiten Tag sah ich während eines Gesprächs mit einer der Frauen vor meinem inneren Auge einen Mann. Ich beschrieb der Frau den Mann, diese konnte damit aber nichts anfangen. In der folgenden Nacht wurde ich wach und musste zum WC. Als ich wieder in mein Zimmer gehen wollte, sah ich wieder diesen Mann vor meinem inneren Auge. Ich war sehr müde und wollte nur schlafen. So verdrängte ich das Bild sofort, legte mich in mein Bett und schlief weiter. Am nächsten Abend setzen wir uns alle an einem Tisch zusammen und machten ein Spiel. Zwischendurch verließ ich den Raum, um etwas zu holen. Plötzlich hatte ich das Gefühl, als wenn mich jemand anstoßen würde. Mir war klar, der Verstorbene wollte erneut auf sich aufmerksam machen. Ich ging zu den anderen zurück und sagte ihnen, was ich gerade erlebt hatte. Dann fing ich an, den Verstorbenen zu beschreiben. Eine der Frauen erkannte sofort, dass es ihr Onkel war. Ich fragte den Verstorbenen, warum er bei uns ist und was wir für ihn tun können. Darauf antwortete er:
Ich war kein guter Mensch und habe solche Angst vor Strafe. Bitte betet 3mal das Vaterunser für mich.“ Ich fing in Gedanken an zu beten. Doch das reichte ihm nicht aus. Er wollte, dass wir alle zusammen für ihn beten. Er sagte dies den Frauen und gemeinsam fingen wir an, 3mal hintereinander das Vaterunser für den Verstorbenen zu beten. Dann sah ich vor meinem inneren Auge den Lichttunnel. Jemand kam heraus um ihn abzuholen. Ich beschrieb den Frauen, was ich sah. Es war ein verstorbener Angehöriger, der den Mann nun half, hinüber zu gehen. Dann schloss sich der Tunnel und alles war vorbei. Dieses Erlebnis hat uns sehr bewegt.
Ein anderes Mal schellte eine Frau, die bei uns im Ort wohnt an und fragte mich, ob ich ihr helfen könnte. Sie erzählte mir, dass es schon viele Jahre in ihrem Haus spuken würde. Manchmal könnte man Schritte auf der Treppe nach oben hören. Auch gebe es einen Raum, der nicht mehr warm werden würde, obwohl die Heizung an ist. Ihr Vater wäre vor einigen Jahren in diesem Raum gestorben. Ich sagte ihr, dass ich ihr nichts versprechen könne, aber mir das Haus mal ansehen würde.
Am nächsten Tag ging ich also zu ihr. Nach und nach spürte ich in alle Räume hinein und erzählte ihr, was ich wahrnahm. Ich sah vor meinem inneren Auge, dass ihr Vater zu Lebzeiten seiner Familie das Leben sehr schwer gemacht hatte. Ich spürte Gewalt und Missbrauch. Als wir dann in den Raum kamen, in dem er gestorben war, sah ich ihn. Er hatte sehr viel Angst und litt. Ich nahm Kontakt auf und fragte ihn, warum er so viel Angst hat. Darauf sagte er mir, dass er in seinem Leben ein schlechter Mensch war und nun Angst vor der Hölle hat. Darauf sagte ich ihm, dass ich da bin um ihm zu helfen. Ich machte im klar, dass es keinen strafenden Gott und keine Hölle gibt, wie es die katholische Kirche vermittelt. Nach dem irdischen Tod sehen wir noch einmal unser gesamtes Leben wie in einem Film vor unserem geistigen Auge vorbei ziehen. Haben wir anderen Menschen Leid und Schmerz zugefügt, kann es zu Schuldgefühlen kommen. Wenn uns nach dem irdischen Tod überhaupt jemand verurteilt und richtet, dann sind es nur wir selber. Er beruhigte sich und nahm meine Hilfe an. Weiter erzählte ich ihm, dass er nun in eine andere Ebene hinübergehen kann, wo es ihm viel besser geht und wo man sich um ihn kümmern wird. Ich öffnete den Tunnel und bad meine geistigen Helfer, ihn hinein zu führen. Ohne zögern ging er mit.
Einige Tage später rief mich die Frau an und berichtete mir, dass das Zimmer nun warm ist und keine Geräusche mehr zu hören seien. Ich freute mich für sie.
Immer wieder kommt es auch vor, dass Verstorbene nicht von nahe stehenden Personen loslassen können, weil sie ihre Lieben weiterhin beschützen und für sie da sein wollen.
Dazu ein Beispiel: Vor vielen Jahren kam eine junge Frau zu mir, um sich die Karten legen zu lassen. Sie führte eine Partnerschaft, in der sie nicht glücklich war. Ihr Partner war Alkoholiker und machte ihr das Leben schwer. Während des Gesprächs sah ich vor meinem inneren Auge eine ältere verstorbene Frau, die sich im Energiefeld der jungen Frau aufhielt. Die junge Frau erzählte mir, dass sie schon einige male versucht hatte, ihren Partner zu verlassen. Doch immer wieder tauchte der Gedanke in ihr auf, dass die verstorbene Mutter ihres Partners möchte, dass sie sich weiter um ihren Sohn kümmern soll. Nun wurde mir klar, dass ich die verstorbene Mutter vor meinem inneren Auge sah. Sie beeinflusste die junge Frau, um so weiter für ihren Sohn da zu sein. Damals war ich noch nicht soweit, dass ich mit den Verstorbenen Kontakt aufnahm. Ich sah sie und bekam mit, was sie taten, traute mich aber noch nicht, mit ihnen zu reden und ihnen zu helfen. Ich sagte der jungen Frau, dass sie auf ihr Herz hören solle und eine Trennung vielleicht für sie besser wäre, wenn der Mann sich nicht ändern und sie weiterhin schlecht behandeln würde. Doch sofort antwortete sie mir darauf, dass sie ihn nicht allein lassen kann. Es waren die Worte der verstorbenen Mutter. Hätte ich damals schon gewusst, dass ich ein Medium bin und mit den Verstorbenen reden kann, dann hätte ich ganz anders gehandelt.
Dies waren einige Geschichten, die ich persönlich erlebt habe. Sie zeigten mir, dass es mein Weg ist, als Medium zwischen den Lebenden und Verstorbenen als Kanal zu dienen. In den letzten Jahren schulte ich meine Medialität bei englischen Medien und setze diese heute bei meiner Arbeit ein, um Menschen bei ihrer Trauerarbeit zu helfen und Verstorbene, die noch zwischen den Welten hängen, in die geistige Welt zu führen.